Klems
Johann Bernhard Klems (*1812 in Waltrop, †1872 in Düsseldorf) absolvierte ab 1836 seine Klavierbauer-Aúsbildung und Gesellenzeit bei Streicher in Wien. Seit August 1840 führte er eine eigene Klavierbauwerkstatt in Düsseldorf; zunächst auf der Hohe Strasse, ab ca. 1855 auf der Bahnstrasse. Spätestens seit November 1850 ist eine enge Bekanntschaft mit Clara und Robert Schumann nachweisbar. Die Verbindung zum Ehepaar Schumann wirkt bis in die heutige Zeit nach, da der Name Klems sehr häufig in Tage- und Haushaltbuch von Robert und Clara Schumann auftaucht. Im Zusammenhang mit der Wiederentdeckung romantischer Tasteninstrumente wurde daher auch Johann Bernhard Klems wieder häufiger genannt, nachdem seine Firma lange Zeit in völlige Vergessenheit geraten war. Kontakte gab es jedoch nicht nur zu den Schumanns: so bestand seit 1854 ebenfalls eine enge Bekanntschaft zu Johannes Brahms, der in dieser Zeit ebenfalls in Düsseldorf lebte. Daraus resultierte später eine Duz-Freundschaft. Leider sind bislang nur sehr wenige Quellen zur Firmengeschichte erschliessbar. Bekannt ist immerhin aus Adressbüchern der Stadt Düsseldorf, dass 1878 Edmund Klems die Führung des väterlichen Betriebes übernahm. 1880 werden bei Klems mit 40 Arbeitern etwa 300 Instrumente jährlich gefertigt. Um die Jahrhundertwende kommt es zur Produktionseinstellung: die Firma erlischt. Clara Schumann bevorzugte über lange Jahre ihrer Konzertkarriere Flügel von J.B. Klems und sprach mehrfach Empfehlungen für diese Instrumente aus (sie wüßte von deutschen Instrumenten sonst doch Keine zu empfehlen). Zu ihrem in Düsseldorf begangenem 34. Geburtstag, dem 13. September 1853, schenkte Robert Schumann ihr einen Klems-Flügel. 1866 lieferte Klems einen neuen Flügel an sie, diesmal nach Baden-Baden. Zum Kundenkreis gehören auch Felix Mendelssohn Bartholdy, Ferdinand Hiller, Theodor Kirchner, Johannes Brahms und Max Bruch. Klems war Aussteller auf der 1. Londoner Industrie-Ausstellung 1851 (Kristallpalast) mit einem Flügel nach der Bauart Erard. Noch im selben Jahr eröffnete er eine Filiale in London. Bei der Münchner Industrie-Ausstellung 1854 wurde er mit einer Ehrenmünze ausgezeichnet "wegen Verfertigung eines vortrefflich ausgeführten flügelförmigen Piano von ganz gleichem, guten Tone". Auf der Großen Gewerbeausstellung in Düsseldorf erhielt er für seine Instrumente den ersten Staatspreis.
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| Habe ein altes Klavier von der Firma Klems. Ich schätze , dass das Klavier ca 140 Jahre alt ist. Dieses Klavier ist was für Liebhaber. Der Hersteller des Klaviers ist der Düsseldorfer Klavierbauer Johann Bernhard Klems (*1812 bis 1872 ). Das Klavier muss total überholt werden ... ( Klaviere / Klems ) |
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